Zahlreiche Untersuchungen berichten über positive Wirkungen dieser Pflanzenstoffe auf die Gesundheit und haben das Interesse für Soja in den letzten Jahren stark ansteigen lassen. Doch was sind Isoflavone eigentlich?
Definition
Isoflavone sind natürliche Pflanzenstoffe, die in sehr geringen Mengen in manchen Pflanzen enthalten sind. Isoflavone werden auch als Phytoöstrogene bezeichnet (weil sie hormonähnlich wirken können). Die Sojabohne ist eine der reichhaltisten Quelle für Isoflavone. Zu den drei bekanntesten Isoflavonen zählen Genistein, Daidzein und Glycitein.
Gesundheitswirkung
In den 1940er Jahren wurde entdeckt, dass einige Pflanzenverbindungen ähnlich wie körpereigene Hormone wirken könnten. Verschieden Effekte wurden an Schafen beobachtet, die auf Rotklee-reichen (ebenfalls Isoflavon-hältig) Almen weideten.
Ursache: Isoflavone weisen eine dem Östrogen – weibliches Geschlechtshormon – ähnliche molekulare Struktur auf und werden daher auch Phytoöstrogene („pflanzliche Östrogene“) genannt. Die Wirkstärke ist etwa 100 bis 1000 mal geringer. Diese Wirkung reicht jedoch aus um positive Effekte auf die Haut, die Knochenbeschaffenheit, sowie bei Wechseljahresbeschwerden und bei der Vorbeugung bestimmter Krebsarten beim Menschen nachzuweisen und Isoflavone zum Gegenstand intensiver Forschung zu machen.
Funktion der Isoflavone in der Pflanze
Isoflavone werden in allen Teilen der Pflanze gebildet und sind am pflanzlichen Abwehrsystem und der Kommunikation von einer Zelle zur nächsten beteiligt. So lösen Isoflavone u.a. in den Wurzeln der Sojapflanze eine Zweckgemeinschaft mit Stickstoff-fixierenden Bakterien, den Knöllchenbakterien, aus. Dabei wird zunächst der Stickstoff der Luft gebunden und anschließend zu löslichen, für die Pflanzen verwertbaren Verbindungen umgewandelt. Darüber hinaus bildet die Pflanze Isoflavone, wenn diese mit Mikroorganismen (Viren, Bakterien, Pilzen) oder Stress-auslösenden Umweltfaktoren (Chemikalien, UV-Licht, mechanischen Schäden) konfrontiert wird. Ihre Schutzwirkung entfalten Isoflavone dadurch, dass sie Viren, Bakterien oder Pilze abtöten.
Fazit
Hauptnahrungsquelle für Phytoöstrogene mit allen ihren Gesundheits-Benefits sind Soja-Lebensmittel. Lassen Sie sich von unseren Rezepten inspirieren, die für jeden Geschmack etwas bieten.