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Glossar - Begriffserklärung

Allergie

Eine Allergie ist eine überschießende Reaktion des Körpers auf bestimmte Stoffe aus der Umwelt (= Allergene). Je durchlässiger die Schleimhaut des Magendarmtrakts für Eiweißstoffe ist, umso eher kommt es zu einer Sensibilisierung (Allergie-Entstehung). Die Unreife des Darmes bei Frühgeborenen und jungen Säuglingen oder Magendarminfektionen erhöhen die Durchlässigkeit, ebenso Alkohol und Gewürze.

 

Antioxidantien

Antioxidantien (z.B.: Vitamine C, Vitamin A, Selen) sind Stoffe, die hochreaktive Verbindungen („freie Radikale“) unschädlich machen können.

Freie Radikale sind imstande Körpersubstanzen anzugreifen und damit ebenso in reaktive Stoffe umzuwandeln. Dieser „Radikalkreislauf“ wird durch Antioxidantien gestoppt.

Man geht mittlerweile davon aus, dass Alterungserscheinungen, Atherosklerose, aber auch viele degenerative Krankheiten von freien Radikalen bzw. ihren Zerstörungen in unserem Körper verursacht werden.

Sojainhaltsstoffe zeigen in zahlreichen aktuellen Untersuchungen antioxidative Wirkung.

 

BMI (Body Mass Index)

Der BMI (Body Mass Index) ist eine Maßzahl für die Bewertung des Körpergewichts eines Menschen in Bezug auf die Körpergröße. Übergewicht ist weltweit ein zunehmendes Problem - daher wird der BMI vor allem dazu verwendet, auf eine Gesundheitsgefährdung durch Über-, aber auch Untergewicht hinzuweisen.

Berechnung: Körpergewicht (kg) / Körpergröße (m)2

Untergewicht: <18,5

Normalgewicht: 18,5-25*

Übergewicht: >25

* (mit zunehmendem Alter dürfen die Werte jedoch ansteigen ohne als Übergewicht/Adipositas zu gelten: Normalgewicht über 64 Jahre: 24-29)

In Studien wird einer Soja-haltigen Ernährung ein vorteilhafter Effekt auf das Körpergewicht und die Körperfettmasse zugesprochen.

 

Cholesterin

Cholesterin ist ein lebenswichtiges Fett und ist z.B. Bestandteil von Zellmembranen (umhüllen Körperzellen) oder eine Vorstufe von Hormonen. Cholesterin wird im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen kritisch betrachtet, da ein erhöhter Cholesterinspiegel das Risiko steigert. Cholesterin wird im Körper an spezielle Eiweißstoffe gebunden transportiert, die auch wichtige Parameter bei der Beurteilung der Gesundheit darstellen und daher neben dem Cholesterin bei Blutuntersuchungen gemessen werden:

Low-density lipoprotein (LDL): enthält mehr Fett und weniger Eiweiß, “schlechtes Cholesterin”

High-density lipoprotein (HDL): enthält weniger Fett und mehr Eiweiß, “gutes Cholesterin”

Lebensmittel, die reich an gesättigten oder Trans-Fettsäuren sind können im Körper die Cholesterin-Spiegel steigern.

Studien zeigen, dass Sojaprotein mit natürlich vorhandenen Isoflavonen eine Cholesterin-senkende Wirkung erzielen kann.

 

Eiweiß

Eiweiß (= Protein) ist neben Kohlenhydraten und Fetten ein wichtiger Energieträger. Die Bausteine von Eiweiß heißen Aminosäuren – wichtig für den Aufbau und den Erhalt des Körpers. Neun Aminosäuren (essentielle Aminosäuren) kann der Körper nicht oder nicht in den erforderlichen Mengen zur Bedarfsdeckung herstellen. Aus diesem Grund muss man sie mit der Nahrung zuführen.

Die Qualität von Eiweiß ist abhängig von ihrer Verdaulichkeit und ihrer Fähigkeit, den Organismus mit allen unentbehrlichen Aminosäuren bedarfsgerecht zu versorgen.

Isoliertes Soja-Protein ist ein ausgewogenes Protein und hat die gleiche Wertigkeit wie Milch- und Ei-Protein, liefert im Gegensatz dazu jedoch nur wenige („schlechte“) gesättigte Fettsäuren. Kaum eine andere Feldfrucht liefert so viel direkt verwertbares Eiweiß für den Menschen.

 

Ernährung mit Eiweiß, Fett & Kohlenhydraten in Österreich

Empfehlung: Mindestens 50% der täglichen Kalorien sollten als Kohlenhydrate zugeführt werden und maximal 30% als Fett. Eiweiß sollte sich maximal in einem Bereich von 10 bis 15 % der Energiezufuhr bewegen, wobei abhängig vom Körpergewicht 0,8 Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen wird (etwa 8-10% an der Energiezufuhr).

Tatsächlich wird gemäß dem Ernährungsbericht 2008 über 35% der Energie als Fett aufgenommen und im Durchschnitt ca. 1,2 Gramm Eiweiß pro kg Körpergewicht.

Die hohe Zufuhr an Fett und Eiweiß geht zu Lasten der Kohlenhydrate. Ursache: Viele Österreicher verzichten nur ungern auf ihren täglichen Fleischkonsum. Jedoch lässt ein Überfluss davon Übergewicht und ernährungsbedingte Erkrankungen ansteigen.

Fazit: Ein höherer Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln in ihrer Ernährung bietet durch die geringere Aufnahme an tierischem Fett und Cholesterin einen wichtigen Gesundheits-Benefit.

 

FDA Health-Claim: Wirkung auf die Gesundheit

Gemäß der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde (FDA) können Sojaprodukte einen Beitrag zur Prävention erhöhter Blutfette und damit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen leisten.

Die FDA genehmigt für Produkte, die mindestens 6,25 g Sojaprotein pro Portion enthalten, folgenden “Health-Claim” (Gesundheits-Leitsatz): „Diets low in saturated fat and cholesterol that include 25 grams of soy protein a day may reduce the risk of heart disease.“

 

Fettsäuren

In der Nahrung kommen drei Arten von Fettsäuren vor: Gesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren

 

Einfach ungesättigte Fettsäuren

Die einfach ungesättigten Fettsäuren besitzen chemisch gesehen eine Doppelbindung. Die Ölsäure ist die am häufigsten vorkommende einfach ungesättigte Fettsäure (hoher Gehalt in Olivenöl und Rapsöl). Im Körper zeigen diese Fettsäuren einen positiven Effekt auf den Cholesterinspiegel. Sie erhöhen das („gute“) HDL-Cholesterin und senken das („schlechte“) LDL-Cholesterin. Damit können sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken.

 

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind dadurch charakterisiert, dass sie mindestens zwei Doppelbindungen besitzen. Bei dieser Gruppe der Fettsäuren sind vor allem die Omega-3 und die Omega-6 Fettsäuren interessant. Diese gehören nämlich zu den essentiellen Fettsäuren, das bedeutet, dass sie vom Körper nicht produziert werden können und daher mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.

Soja enthält hauptsächlich ungesättigte Fettsäuren: etwa 54 % Linolsäure (Omega-6) und 8 % Alpha-Linolensäure (Omega-3) vom gesamten Fettgehalt.

 

Gesättigte Fettsäuren

Gesättigte Fettsäuren sind vor allem in tierischen Produkten enthalten, wie zum Beispiel in Butter, Fleisch, Wurst und Milchprodukten. Eine erhöhte Aufnahme an gesättigten Fettsäuren steigert das Risiko für Herz- und Kreislauf-Erkrankungen.

Soja enthält als pflanzliches Lebensmittel hauptsächlich die gesundheitlich vorteilhafteren ungesättigten Fettsäuren.

 

Gentechnik

Das Thema Gentechnik löst bei vielen Verbrauchern Verunsicherung aus. Vorgang: Gene werden zwischen verschiedenen Arten übertragen, um so Tieren oder Pflanzen bestimmte Eigenschaften zu vermitteln, die aus wirtschaftlicher und/oder gesellschaftspolitischer Sicht sinnvoll erscheinen (z. B. Krankheitsresistenz, Ertrag).

Der Anbau von genverändertem Mais, Reis, Sojabohnen und Baumwolle nimmt in den USA und vielen Entwicklungsländern stetig zu.

Haupt-Kritikpunkte an der Gentechnik sind eine mögliche unerwünschte Ausbreitung und andererseits unabsehbare Gefahren für Umwelt und Nahrungskette.

Joya-Produkte werden bewusst aus unveränderten Sojabohnen hergestellt. Wir möchten das Potential der Natur für alle nutzbar machen, aber die Natur nicht verbessern.

 

Gluten

Gluten ist ein Eiweiß, das in Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Dinkel, Grünkern, Emmer, Einkorn, Kamut und dem sogenannten Wildreis enthalten ist, nicht dagegen z.B. in Mais, Reis, Buchweizen, Kartoffeln oder Hülsenfrüchten (SOJA).

 

Glutenunverträglichkeit (Zöliakie)

Bei (genetisch bedingt) glutenempfindlichen Menschen wird die Dünndarmschleimhaut geschädigt, so dass keine „normale“ Verdauung mehr möglich ist. Typische Anzeichen für eine Glutenunverträglichkeit sind Blähungen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, chronischer Durchfall und eine Gedeihstörung bei Kindern. Die bisher einzig mögliche Therapie ist eine lebenslang einzuhaltende Diät, bei der auf glutenhaltige Lebensmittel verzichtet wird.

Soja enthält von Natur aus kein Gluten und ist daher auch bei Gluten-Unverträglichkeit eine hochwertige Eiweiß- und Nährstoffquelle.

 

Herkunft/Regenwälder

JOYA setzt sich für die Erhaltung des Schutzgürtels im Amazonas ein. Denn der Regenwald fällt zu einem großen Prozentsatz der Sojaproduktion zum Opfer. Dieses Soja erreicht Europa entweder als Tierfutter für Viehhaltung (und somit Fleischproduktion) oder in Form verschiedenster Soja-Produkte. Die rücksichtslose Zerstörung eines weltweit einzigartigen Ökosystems und zudem noch lange Transportwege machen Soja zu einem wahren „Klimakiller“.

Fest steht daher, dass die lokale Verarbeitung von Soja-Bohnen zu schmackhaften Produkten innerhalb Europas um ein Vielfaches effizienter und klimaschonender ist.

 

Herz-Kreislauf – Metabolisches Syndrom

Metabolismus bedeutet Stoffwechsel, Syndrom bedeutet Gruppe gleichzeitig zusammen auftretender Krankheitszeichen. Im Falle des metabolischen Syndroms sind dies:

• Insulinresistenz (Insulin wirkt nicht richtig),

• Hyperinsulinämie: es ist zu viel Insulin im Blut

• Glucoseintoleranz: Zuckerverzehr bewirkt erhöhte Blutzucker-Werte

• Hypertriglyzeridämie: Erhöhung der Neutralfette im Blut

• Hypertonie: erhöhter Blutdruck

Meist sind die Patienten, die an einem metabolischen Syndrom erkrankt sind auch übergewichtig. Die Kombination der Störungen geht anerkannt mit einem erhöhten Risiko für koronare Herzerkrankungen und Diabetes einher.

Untersuchungen lassen den Schluss zu, dass Sojaprotein mit Isoflavonen und/oder Soja-Isoflavone potentiell in der Lage sind vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes zu schützen.

 

Isoflavone

Isoflavone sind natürliche Pflanzeninhaltsstoffe, die nicht zur Energieversorgung des Körpers beitragen, da sie nur in sehr geringen Mengen enthalten sind. Isoflavone werden auch als Phytoöstrogene bezeichnet, weil sie in ihrer chemischen Struktur dem menschlichen Hormon Östrogen ähneln und daher auch hormonähnlich wirken können.

Phytoöstrogene gehören zu der Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe, zu denen eine Fülle strukturell sehr unterschiedlicher Verbindungen zählen. Sie sind im Wesentlichen drei Strukturklassen zugeordnet: den Isoflavonen, den Lignanen und den Coumestanen.

Wichtigstes Nahrungsmittel für die Aufnahme dieser Verbindungen ist die Sojabohne, die die drei Isoflavone Daidzein, Genistein, und Glycitein etwa im Verhältnis 8:10:1 enthält.

 

Kuhmilchallergie

Eine Kuhmilchallergie ist eine erworbene allergische Reaktion auf Kuhmilcheiweiß, welche meist im Säuglingsalter entsteht. Die Häufigkeit der Kuhmilchallergie bei Kindern liegt bei etwa 2 %. Die schwerwiegendste Reaktion ist der anaphylaktische Schock mit Kreislaufzusammenbruch.

 

Milchzuckerunverträglichkeit

Bei Milchzuckerunverträglichkeit kann der in der Milch und in Milchprodukten enthaltene Milchzucker (Laktose) nicht verdaut werden. Ursache ist die verminderte Aktivität eines Enzyms im Darm (Laktase), das für die Spaltung dieses Zuckers im Darm verantwortlich ist. Symptome: Blähungen, Bauchkrämpfe und dünner Stuhl.

Soja enthält von Natur aus keine Laktose und kann daher auch bei Milchzuckerunverträglichkeit bedenkenlos genossen werden.

 

Östrogen

Östrogen ist ein Hormon im menschlichen Körper, das den größten Beitrag zur körperlichen und psychischen Entwicklung einer Frau leistet. Beginnend in der Pubertät mit der Brustentwicklung, über den monatlichen Zyklus bis hin zum Knochenaufbau und der Kollagenbildung zur Erhaltung der Hautelastizität. Östrogene wirken stärkend auf Knochen und Herz und stabilisieren das seelische Gleichgewicht und sie unterstützen die kognitive Leistungsfähigkeit. Außerdem sorgen sie für das typische weibliche Erscheinungsbild in Figur, Haut und Behaarung.

In der Menopause nehmen natürliche Östrogenspiegel ab, weswegen Pflanzen-Östrogene (Isoflavone) schützende Effekte ausüben können, da sie hormonähnlich wirken können.

Einen schützenden Effekt speziell auf die Brustgesundheit bewirken Soja-Lebensmittel und ihre wertgebenden Inhaltsstoffe besonders wenn sie bereits von Kindheit an verzehrt werden, da sie natürliche Hormone ausbalancieren.

 

Phytoöstrogene

Isoflavone werden auch als Phytoöstrogene bezeichnet, weil sie in ihrer chemischen Struktur dem menschlichen Hormon Östrogen ähneln und daher auch hormonähnlich wirken können.

 

Triglyceride

Triglyceride sind die chemische Bezeichnung für die hauptsächliche Art der in der Nahrung und im Körper vorkommen Fette.

In der Leber können sie die Cholesterin-Produktion steigern und damit das LDL- und Gesamt-Cholesterin im Körper erhöhen.

 

Verdaulichkeit, Verwertbarkeit von Soja

In präventiver Hinsicht sind natürliche Lebensmittel Isoflavon-Präparaten überlegen.

Die Qualität von Eiweiß (Protein) ist abhängig von ihrer Verdaulichkeit und ihrer Fähigkeit, den Organismus mit allen unentbehrlichen Aminosäuren (Eiweißbausteinen) bedarfsgerecht zu versorgen. Sojaprotein ist ein vollwertiges Protein und vergleichbar mit Milch- und Eiprotein.

 

Vegetarische Lebensweise

Weltweit ernähren sich Menschen überwiegend vegetarisch, aber auch in Österreich entscheiden sich viele Menschen bewusst und aus ganz persönlichen Motiven fleischlos zu leben.

Soja-Produkte bieten bei fleischloser Ernährung wertvolle Eiweißbausteine, deren Qualität und Menge mit tierischen Produkten vergleichbar ist. Jedoch enthalten sie die für die Herz-Gesundheit bedenklichen gesättigten Fette in wesentlich geringerem Ausmaß (ein Vorteil für nicht vegetarisch lebende Personen!). Den Fleischkonsum zu reduzieren bietet daher sowohl für die Gesundheit als auch für die Umwelt Vorteile, muss jedoch keinen Verzicht bedeuten, denn unser Ziel ist es Joya-Soja-Produkte durch ihren unverwechselbaren Charakter in der täglichen Ernährung nicht mehr entbehren zu wollen.

Sowohl Ovo-Lakto-Vegetarier (verzehren kein Fleisch, jedoch Milchprodukte und Eier) als auch vegan (weder Mich, Eier noch andere tierische Lebensmittel wie Honig werden verzehrt) lebende Personen können alle Joya-Produkte bedenkenlos genießen.

 

Zuckergehalt

Soja hat im Gegensatz zu Kuhmilch von Natur aus nur einen geringen Ein- bzw. Zweifachzuckerhalt. Für einen runderen und durch Kuhmilchverzehr gewohnten leichten Süßgeschmack wird Rohrzucker zugesetzt. Dieser variiert je nach „Soja-Milch“-Sorte. In der „milchähnlichen“ Sorte +Calcium sind etwa 3,6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter enthalten. Im Vergleich dazu enthält Kuhmilch etwa 5 Gramm Disacharide (Laktose) pro 100 Milliliter von Natur aus, während ein Glas Apfelsaft etwa 10 Gramm Zucker enthält.

Aufgrund der verstärkten Nachfrage nach einem komplett zuckerfreien Produkt führen wir die Sorte Joya Pur, die einen natürlichen und vernachlässigbaren Zuckerwert von unter 1 Gramm pro 100 Milliliter enthält. Dieses Produkt ist vorzugsweise zum Kochen universell einsetzbar.

 

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